Das war ja nur noch eine Frage der Zeit: Durch eine Kooperation mit dem chinesischen Hersteller Huawei Technology Anfang dieses Jahres präsentiert Vodafone nun das erste Mobiltelefon unter eigenem Namen â und ein ziemlich günstiges dazu! Eine solide Verarbeitung ist das erste Pro der chinesischen Auftragsproduktion. Die mattierte Optik wirkt attraktiv, allerdings bleibt abzuwarten, ob sich das 710 mit diesem eher konservativ-schlichten Design gegen zahlreiche ähnliche Modelle in den Ladenregalen durchsetzen kann.
Stellt man die Ausstattungsliste auf den Prüfstand, lässt sich auf Anhieb nichts gravierend Negatives erkennen. Das 710 ist UMTS-fähig und beherrscht somit nützliche Gimmicks wie Videotelefonie und Mobile-TV. Des Weiteren befindet sich eine durchschnittliche 1,3 Megapixel-Kamera an Bord und dank Bluetooth oder via USB-Kabel lässt sich der Klapper bequem mit einem PC koppeln. Die 16 MB interner Speicher sind nicht gerade prickelnd, ein Steckplatz für eine miniSD-Karte gleicht dieses Manko jedoch wieder aus. Typisch Vodafone: Statt vollwertigem Spielspaà gibt es nur Demo-Games als Appetithäppchen.
Ein klar strukturiertes Menü, viele Shortcuts und die unverzügliche Reaktion der Tasten sorgen für eine komfortable Navigation des Chinesen. Allein die rechte und linke Menütaste sind etwas winzig geraten und verlangen daher eine präzise Bedienung.
Bei der Rufbereitschaft macht das UMTS-Modell erst nach guten vier Tagen schlapp, was für ein 3G-Funker ein ordentlicher Wert ist. Leider ist allerdings ein unangenehmes Rauschen ein ständiger Begleiter bei Telefonaten.
Biedere Optik, solide Technik und ein sehr gutes Preis/Ausstattungsverhältnis â so lässt sich das chinesische Debüt kurz und treffend umschreiben. Ob das ausreicht, um gegen Nokia & Co mithalten zu können, bleibt abzuwarten.
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