Hinter dem kryptischen Namen ROKR verbirgt sich das weltweit erste Mobiltelefon, das iTunes, der globale Marktführer unter den Online-Musikshops, unterstützt. Das Motorola-Handy ist allerdings keine Neuentwicklung, sondern eine "weiÃe Version" des knapp einem Jahr alten Modells Motorola E398. Der "Rocker" ist solide verarbeitet, auch wenn das Handy bei beherztem Zupacken laut knarzt. Störend: Der Akkudeckel lässt sich nur mit einem hohen Kraftaufwand öffnen.
Der Komfort unterscheidet sich kaum von dem des Motorola E398, denn auch das direkte Vorgängermodell kann problemlos MP3-Files abspielen. Damit es sich dennoch lohnt, den ROKR anstelle des E398 zu kaufen, liegt eine TransFlash-Speicherkarte mit satten 512 MB bei. Schade nur, dass man stets den Akku rausnehmen muss, um die Karte zu wechseln. Ansonsten ist der Komfort gehoben, aber nicht sonderlich spektakulär. Bluetooth, eine VGA-Kamera, eine laute Freisprecheinrichtung, Stereolautsprecher sowie Sprachwahl stehen für den täglichen Komfort bereit. Nützliche Situationsprofile lassen sich leider nicht definieren.
Die angenehm groÃen Tasten laden förmlich zum flotten Tippen ein. Nicht ganz so vorteilhaft ist hingegen der zentrale Joystick, da er ein wenig zu kurz bzw. zu rutschig ausgefallen ist. Die Menüführung ist typisch Motorola: Teilweise findet man Funktionen an ungewohnter Stelle unter einem ungewohnten Namen.
Technisch kann man dem ROKR nichts vorwerfen. Mit rund vier Tagen Dauereinsatz ist das MP3-Handy zwar kein Ausdauerkünstler, im Vergleich zum E398 hat sich die Akku-Performance aber klar verbessert. Die Sprachqualität ist ebenfalls überzeugen. Nur selten vernimmt man Nebengeräusche und Stimmen klingen erfreulich frisch und natürlich.
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