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Testbericht zum Sagem I5700 Spica

Design/Verarbeitung:

Die Koreaner bringen ihr zweites Android-Smartphone auf dem deutschen Markt – inklusive eines Hochleistungsakku. Mit einem „Straßenpreis“ von unter 300 Euro ist der kleine Bruder vom i7500 ein echtes Android-Schnäppchen. Das sieht man dem Touchscreen-Phone aber überhaupt nicht an. Im Gegenteil: Die Verarbeitungsqualität ist top und der glänzende/matte Materialmix sieht im Zusammenspiel mit den roten Applikationen durchaus schick aus.

Ausstattung

Bei der Ausstattung wurde gegenüber dem i7500 an einigen Ecken eingespart. So knipst die mager ausgestatte und qualitativ dürftige Kamera nur auf 3,1-Megapixel-Niveau. Besonders schlimm sind aber die fehlenden Business-Talente: Dateibrowser, reibungsloser Umgang mit Office-Dokumenten oder Synchronisierung mit Outlook sind aber Werk nicht möglich. Im Fun-Bereich standen zudem Spiele und das Radio auf der Streichliste. Immerhin sind alle wichtigen Datenkanäle vorhanden und der Browser Chrome Lite leistet einen guten Internet-Job. Praktisch ferner: Der integrierte Kompass steuert Google Maps, und zeigt dem Anwender in der Karten-, Satelliten- oder Street-View-Ansicht wo es langgeht.

Handhabung

Organisiert wird das SPICA durch Android 1,5. Ein Update zu Android 2.0 (Eclair) soll aber zeitnah möglich sein. Android ist zwar grundsätzlich ein gelungenes Betriebssystem, das SPICA macht den Einstieg aber nicht leicht, denn nicht weniger als sechs Steuertasten plus Joypad müssen zunächst einmal verinnerlicht werden, ehe man sich sicher durch die Menüebenen hangelt. Der schnelle und präzise, kapazitive TFT-Touchscreen macht dafür aber wieder Boden gut. Ebenfalls gelungen: Die Anwendung „Switchers“ bietet einen guten Überblick über die wichtigsten Verbindungen: GPS, Bluetooth, WiFi und Exchange Active Sync lassen sich so einfach aktivieren und deaktivieren.

Ausdauer/Sprachqualität

Die Standby-Zeit gibt Samsung mit protzigen 27 Tagen an. Der Praxistest offenbart, dass der 1500 mAh Lithium-Ionen-Akku tatsächlich ein großes Kaliber ist. Bei moderater Nutzungsintensität hält der Koreaner tatsächlich locker acht bis neun Tage durch. Stimmlich präsentiert sich das SPICA weniger spektakulär: Ein dezentes, aber konstantes Rauschen und ein nasal-dumpfer Klang sorgen für eine durchschnittliche Sprachqualität.

Fazit

Nach heutigen Maßstäben ist das SPCA ein recht dürftig ausgestattetes Smartphone. Wer allerdings die Zeit aufbringt, das Android-Phone nach und nach aufzurüsten, erhält einen vollwertigen Business-Begleiter mit einer sensationellen Rufbereitschaft.

tarifecheck.de / UR

Stand 17.02.2010
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