Der Internetdienstleister United Internet (1&1, GMX, WEB.DE) hat im ersten Quartal Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert und dabei die optimistischen Prognosen noch übertroffen. Der Gewinn vor Steuern sei von 25,5 auf 41,5 Millionen Euro gestiegen, teilte das im TecDAX notierte Unternehmen am Donnerstag in Montabaur mit.vExperten hatten mit einem Anstieg auf 39 Millionen Euro gerechnet.
Der Umsatz legte unter anderem wegen der Übernahme des WEB.DE-Internetportals auf 285,6 (Vorjahr: 157,9) Millionen Euro zu. United Internet hatte Ende März 5,38 (Ende 2005: 5,08) Millionen Kunden unter Vertrag. Im viel beachteten DSL-Geschäft waren es Ende März 1,86 Millionen nach 1,76 Millionen Ende Dezember. Damit wuchs die Kundenzahl hier geringer als in den vergangenen Quartalen.
Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei um 79,3 Prozent auf 54,5 (Prognose: 50) Millionen Euro gestiegen. Ein Sprecher von United Internet bestätigte zudem den Ausblick. Das Unternehmen erwartet sowohl beim Umsatz, EBITDA und Vorsteuergewinn im laufenden Jahr einen Anstieg um mindestens 50 Prozent.
Die United Internet-Aktie legte am Donnerstag um 2,08 Prozent auf 57,37 Euro und erreichte damit den bisher höchsten Schlusstand in der Unternehmensgeschichte. Der Marktwert des Unternehmens kletterte in den vergangenen drei Monaten getragen von positiven Analystenkommentaren und dem profitablen Wachstum um fast 50 Prozent auf 3,57 Milliarden Euro.
Erst am Dienstag hatte United Internet-Chef Ralph Dommermuth, der rund 35 Prozent der Aktien hält, eine knapp 90 Millionen Euro teure Übernahme in Großbritannien angekündigt. Damit will er die bereits dominierende Stellung im dortigen Webhosting-Markt weiter ausbauen. Webhosting ist neben dem DSL-Geschäft das wichtigste Standbein des Unternehmens. Unter Webhosting, versteht man die Unterbringung (Hosting) von Webseiten auf dem Webserver eines Providers.
(jw)
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