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Testbericht zum HTC Sensation

Design/Verarbeitung:

Die Taiwanesen bringen ihr erstes Smartphone mit Dual-Core-Prozessor auf den Markt. Das Sensation bietet vom Design her keinerlei Alleinstellungsmerkmale – es ist halt ein typisches HTC Smartphone. Das Gehäuse ist allerdings aus einem Aluminiumblock gefräst. Der sogenannte „Unibody“ sorgt für Stabilität – und ein hohes Gewicht. Das beruht aber auch auf die stattliche Maße des Sensation, was vor allem dem Touchscreen der Marke "XXL" zugutekommt. Zwei Fakten sind dabei ungewöhnlich: Erstes handelt es sich um ein SLCD-Display, zum anderen arbeitet es mit 960 x 540 Pixel. Das Display ist somit hochauflösend, kann aber dennoch nicht mit dem iPhone 4 oder einem Super-AMOLED-Display mithalten. Dafür fehlt es an Brillanz und Farbsättigung. Dennoch: Insgesamt ein hochwertiger Touchscreen-Vortrag.

Ausstattung

Dass Features, wie GPS-Navigation, Bluetooth, volles E-Mail-Management oder Organizer-Funktionen satt einsatzbereit sind, ist in dieser hohen Preisklasse keine Frage. Spannender ist da schon das hochwertige Multimedia-Besteck. So ist eine hochwertige 8-Megapixel-Kamera eingebaut, die auch HD-Videos (1080p) aufzeichnen kann. Der Knipser arbeitet erfreulich schnell und liefert ansehnliche und sehr scharfe Fotos mit plastischen Farben. In dunkler Umgebung sorgt die sehr helle Doppel-LED-Leuchte zudem für brauchbare Schnappschüsse bis zu rund zwei Metern. Obendrein ist auch der brandneue Videodienst „HTC Watch“ an Bord, der noch im Laufe des Junis als eine Art Online-Videothek aktuelle Blockbuster als Download liefern soll. Zum Testzeitpunkt des Testes war der Dienst aber leider noch nicht in Betrieb. Das Sensation benötigt somit viel Speicherplatz, gut daher, dass eine 8 GB-microSD-Karte gleich im Slot steckt.

Handhabung

Die neueste Version von Android plus als Premiere HTCs Nutzeroberfläche Sense 3.0 sorgen für das Management – und das richtig gut! Durch ein enormes Arbeitstempo und die vollanimierte Oberfläche macht der Umgang „sensationell“ viel Spaß! Vor allem beim Surfen im Internet lässt es seine Muskeln spielen, denn in punkto Seitenaufbau gibt es nur wenige Smartphone, die dieses Tempo bieten. Praktisch sind auch die vielen Profile. So wird der Klingelton auf Wunsch automatisch leiser, wenn man das Gerät anhebt. Innovativ ist überdies der neue Ruhestatus. Hier stehen dem Nutzer vier Funktionssymbole zur Auswahl, die man einfach nur in einen Halbkreis führen muss, um den Lockscreen zu entsperren. Auf diese Weise gelangt man zum Beispiel direkt in den SMS-Modus.

Ausdauer/Sprachqualität

QUALCOMM Dual-Core Snapdragon 1.2 GHz – so heißt das Herzstück des Sensation in voller Länge. Das potente Doppelherz ist ein weiterer wichtiger Faktor, warum das Sensation in der obersten Liga mitmischt. Wartezeiten? Fehlanzeige! Weniger Gutes gibt es hingegen bei den anderen Messwerten zu berichten. Selbst wenn man nur selten zum Telefonhörer greift liegt die Rufbereitschaft bei vier Tagen. Bei normaler Nutzungsintensität sind es magere zwei und Multimedia-Fetischisten müssen sogar damit rechnen bereits abends wieder das Sensation an die Netzteilleine zu legen. Auch die Sprachqualität überzeugt nicht. Oftmals klingt der Gesprächsteilnehmer dumpf, teilweise sogar leicht verzerrt mit Nebengeräuschen „garniert“.

Fazit

Hätten die Fernöstler die Messwerte besser in den Griff bekommen, wäre dem Sensation ein Platz auf dem Smartphone-Thron sicher gewesen. So ist es aber dennoch ein PDA-Phone, mit dem man dank seiner überlegenden Performance und durchdachtem Bedienungskonzept sehr viel Spaß haben kann – und das kann man nicht gerade von vielen behaupten.

tarifecheck.de / UR

Stand 27.02.2012
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