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Testbericht zum Samsung C3750

Design/Verarbeitung:

Erinnerungen an alte TK-Zeiten: Mit klassischer Zahlentastatur und Slidermechanik wagt sich dieser Prepaid-Funker ins Smartphone-Becken. Tastaturlayout, dezente Farben. In Zeiten von PDA-Phones fühlt sich das Display entsprechend klein an. Und auch die 262144 Farben sowie die Auflösung von 320 x 240 erinnern an frühere Mobiltelefon-Tage. Nun gut, preislich ist das C3750 auch im Prepaid-Bereich angesiedelt. Entsprechend sind auch qualitative Einbußen bei der Verarbeitungsqualität unvermeidbar. So reagiert das Display bei Druck mit auffälligen Verfärbungen und der Plastikkorpus ist auch nicht gerade der hochwertigste. Unter dem Strich ist Qualität der Preisklasse durchaus angemessen.

Ausstattung

Dass das C3750 keine Smartphone-Ambitionen hegt, zeigt sich auch beim Inventar, denn es gibt keinerlei Breitbandschnittstellen. EDGE sorgt für das Maximaltempo, was heutzutage eher an eine Bummelbahn, denn an einen ICE erinnert. Gegenüber Slider-Handys früherer Tage fällt eigentlich nur der Zugriff auf Soziale Netzwerke und die Integration von Instant Messaging auf. Das restliche Komfortprogramm entspricht hingegen dem üblichen Standard, der schon seit Jahren obligat ist. Im unteren Drittel sind dabei aber die Multimedia-Funktionen angesiedelt, denn die 3,2-Megapixel-Kamera ohne Fotolicht reißt heutzutage niemanden mehr vom Hocker. Das gleiche gilt auch für den Speicherplatz. Magere 38 MB sind ab Werk frei; wer mehr möchte, muss sich eine microSD-Karte zulegen.

Handhabung

Simsen per Qwertz-Tastatur ist zwar nicht möglich, dafür aber schnelle Zahleneingaben. Und die entsprechende Tastatur dafür lässt sich gut bedienen, denn sowohl Ergonomie, als auch Druckpunkt passen. Das gleiche trifft auch auf das das Steuerkreuz zu, das im Grunde schlichtweg makellos gelungen ist. Einziger Haken: Es grenzt unmittelbar an die vier Steuertasten an, was beim Zocken zu Problemen führen kann. Die hauseigene Menüführung ist klar strukturiert. Per Menüleiste im Startbild hat man direkten Zugriff auf die wichtigsten Funktionen und im Hauptmenü findet man via Icon schnell die richtige Option. Die Personalisierungsmöglichkeiten sind zwar im Android-Vergleich nicht sonderlich üppig, aber auf alle Fälle ausreichend.

Ausdauer/Sprachqualität

Licht und Schatten liegen bei den Messwerten eng beieinander. Top ist die Akkuleistung, denn selbst Vielquassler haben locker eine Woche am Stück Freude mit dem Schieber. Weniger Freude bereiten hingegen die Telefonate, denn selbst bei Gesprächen ins Festnetz ist die Qualität teilweise schlichtweg so schlecht, dass höchste Konzentration – und eine leise Umgebung – vonnöten ist, um den Gesprächspartner zu verstehen. Offensichtlich wurde auch beim Mikrophone der Rotstift angesetzt.

Fazit

Zahlentastatur statt Touchscreen? Warum nicht, denn es gibt die „Ich-will-nur-telefonieren“-Fraktion nach wie vor. Und die bekommen mit diesem Fernöstler ein superleicht bedienbares Handy, das seine klassischen Vorteile wunderbar ausspielt. Schade nur, das die Sprachqualität nicht zu längeren Telefonaten einlädt.

tarifecheck.de / UR

Stand 09.11.2011
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