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Testbericht zum Samsung Nexus S

Design/Verarbeitung:

Samsung zeigt sich für das zweite offizielle Google-Smartphone verantwortlich. Schwarzer Klavierlack, großes Display, keine physische Taste auf der Oberseite – zumindest frontal betrachtet ist das Nexus S optisch austauschbar. Das ändert sich jedoch schlagartig, sobald man das Smartphone seitlich betrachtet. Es ist nämlich leicht gewölbt und läuft an der Oberseite dicker aus – ein leichter Bananen-Effekt also. Das große Display wird durch kratzfestes Glas geschützt und bietet dank Super-AMOLED-Technologie ein sehr farbintensives und leuchtstarkes Seherlebnis – auf diesem Niveau gibt es nur weniger Smartphones auf dem Markt. Metall wurde zwar nicht viel verbaut, doch insgesamt ist der Verarbeitungsqualität auf alle Fälle gut. Allerdings sollten allzu derbe Stöße vermieden werden, da ansonsten die Frontverglasung splittern kann.

Ausstattung

Dass das Nexus ein Google-Handy ist, steht nicht nur auf der Rückseite groß drauf, es bietet vor allem die entsprechenden Inhalte. Die Liste der Dienste ist entsprechend lang und wird sogar durch Google Earth ergänzt. Mit anderen Worten: Ohne einen eigenen Googlemail-Account wird man in vielen Bereichen ausgegrenzt. Eine weitere Besonderheit ist die neue Nahfunktechnik NFC, mit der sich das Smartphone als Geldbörse an speziellen Supermarktkassen verwenden lässt – wenn der entsprechende Dienst angeboten wird. Derzeit hat NFC nämlich noch keinen praktischen Nutzwert. Die Kamera knipst auf 5-Megapixel-Niveau und liefert zumindest bei guten Lichtverhältnissen ordentliche Ergebnisse. Hinzukommen Videoclips in HD-Qualität. Die Frontkamera ist überdies prädestiniert für Videotelefonate – doch denkste. Derzeit funktioniert Videotelefonie nämlich nur in Kombination mit anderen Smartphones allein durch eher unpopuläre Programme wie Tango übers Internet. Besonders ärgerlich: Auch klassische UMTS-Videotelefonie klappt mit dem Nexus S nicht. Dick aufgetragen wird dafür beim Speicherplatz, denn satte 16 GB stecken unter der Haube. Das muss allerdings auch sein, denn über den eigentlich obligaten Speicherkarten-Slot verfügt das Nexus S nicht, was sehr ungewöhnlich ist für ein Android-Smartphone.

Handhabung

Natürlich läuft der Koreaner unter dem neuesten Betriebssystem Android 2.3. Im Zusammenspiel mit dem neuen Dateiformat (Ext4) und einer Taktfrequenz von 1 GHz soll eine optimale Performance heraus gekitzelt werden. Die Rechnung ging auf, denn es gibt nur wenige Smartphones, die derart schnell und stabil arbeiten, selbst wenn mehrere Anwendungen gleichzeitig laufen – ein Sieg der cleveren Software! Überzeugend ist außerdem der präzise Bewegungssensor (Gyroskop) für hohen Spielspaß und die virtuelle QWERTZ-Tastatur lässt sich erfreulich fehlerfrei bedienen. Im Zusammenspiel mit der dezenten Oberflächengestaltung und insgesamt logischen Struktur ein in sich stimmiger Auftritt.

Ausdauer/Sprachqualität

Bei den Messwerten fällt die Akkuleistung positiv auf. Selbst bei hohem Telefonieraufkommen ist eine Rufbereitschaft von fünf bis sechs Tagen keine Seltenheit. Weniger berauschend ist die Klangqualität. Während der Telefonate klingt der Gesprächsteilnehmer nur selten natürlich, sondern oftmals grell und bisweilen sogar leicht verzerrt, da das Mikrophon sensibel auf Wind reagiert.

Fazit

Android ist mittlerweile das beliebteste Smartphone-Betriebssystem, und somit hat das Nexus S viele Trümpfe in der Hand. Wer Software neuester Stand wünscht und keine Google-Berührungsängste hat, erhält mit dem Nexus S ein rundum gut aufgestelltes Android-Smartphone.

tarifecheck.de / UR

Stand 09.08.2011
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