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Testbericht zum Samsung S8500 Wave

Design/Verarbeitung:

Neues Betriebssystem, neue Display-Technologie, neue Nutzeroberfläche – im Wave stecken so viele Eigenentwicklungen wie noch nie in einem Samsung-Smartphone. Optisch kommt das S8500 hingegen vergleichsweise unscheinbar daher. Großer Touchscreen, schwarzer Korpus schlichter Formfaktor – hier zündet Samsung kein Ideen-Feuerwerk ab. Dafür ist das Wave aber dank der gebürsteten Metalloberschale in Bronze ziemlich robust und optisch edel. Hier wackelt nichts und Spaltmaße gibt es dank des umlaufenden Gehäuses überhaupt nicht.

Ausstattung

Dass Samsung mit dem Wave hohe Ziele hat, wird sofort deutlich, sobald man das Display aktiviert. Der Touchscreen ist zwar nicht der größte in der Smartphone-Landschaft, dank der neuen Super-AMOLED-Technologie setzt er aber im Bereich Brillanz, Schwarzwiedergabe und Leuchtintensität neue Maßstäbe. Gegenüber normalen AMOLED-Displays bietet es zudem eine bessere Lichtdurchlässigkeit, wodurch sich der Touchscreen selbst am Strand noch vernünftig ablesen lässt. Dass beim Komfortprogramm alles unter Haube ist, was heutzutage en vouge ist, muss an dieser Stelle nicht großartig erwähnt werden. Konzentrieren wir uns daher lieber auf die „Spezialitäten“. Dazu gehört die 5-Megapixel-Kamera mit zweifachem Hochleistungsfotolicht sowie Videoclips in HD-Qualität. Das Tandem leistet mehr als respektable Schnappschüsse und Videos selbst in geschlossenen Räumen. Für die Facebook-Generation hat sich Samsung den „Social Hub“ erdacht. Ähnlich wie beim Sony Ericsson XPERIA X10 werden hier alle populären sozialen Netzwerke gebündelt und automatisch upgedated. Mit dem neuen Dolfin-Browser 2.0 geht es zudem recht flott ins Internet, wobei der Seitenaufbau aber nicht ganz mit dem Tempo vom iPhone 3GS mithalten kann. Erwähnenswert sind zudem der praktische 3,5 mm Klinkenanschluss, volle Exchange ActiveSync Unterstützung, ein digitaler Kompass sowie ein Beschleunigungssensor, der auch beim Zocken zum Einsatz kommt. Fehlt irgendetwas? Ja, denn Sprachwahl steht beim Samsung nach wie vor nicht hoch im Kurs.

Handhabung

In diesem Kapitel hat sich dank des Samsung-Betriebssystem Bada (koreanisch für Ozean) und TouchWiz 3.0 eine Menge getan, wobei es aber keine Revolution zu vermelden gibt. Vielmehr mutet das User Interface wie eine Art „Best of“ an. Mehrere Startebenen, frei platzierbare Icons, kinetisches Scrolling sowie Multitouch-Bedienungen – das alles kennt man schon von anderen Smartphones. Das entscheidende ist aber, dass sich alles wunderbar zusammenfügt und flüssig abläuft. Wer einmal eine Liste anstupst, bewegt sich in einem beachtlichen Tempo durch lange Listen – genauso soll es sein. Hinzukommen die vielen kleinen, aber feinen Details, die Samsung in Bada eingebaut haben. Unter dem Strich hat das Unternehmen somit zwar keine Revolution angezettelt, aber eindeutig seine Hausaufgaben gründlich gemacht.

Ausdauer/Sprachqualität

Nicht zuletzt dank der stromsparenden Super-AMOLED-Display-Technologie erreicht das Top-Smartphone eine Rufbereitschaft von rund vier Tagen. Auffällig: Selbst bei einer Intensivnutzung sind zwei volle Tage keine Seltenheit. Bei der Sprachqualität sorgt nur eine leicht blecherne Stimmfärbung für Abzüge.

Fazit

Das Wave ist nicht nur ein in vielen Bereichen exzellentes Smartphone, es ist mit einem UVP von 429 Euro außerdem noch erstaunlich günstig. Kein Wunder daher, dass alle vier Netzbetreiber dieses Vorzeige-Handy der Koreaner in ihr Sortiment aufnehmen werden. Samsung ist somit für weitere Smartphone-Gefechte bestens gerüstet.

tarifecheck.de / UR

Stand 18.06.2010
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