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Testbericht zum LG KC 910 Renoir

Design/Verarbeitung:

Benannt nach dem französischen Maler des Impressionismus Pierre-Auguste Renoir soll dieser 8-Megapixler geradezu malerische Fotos knipsen. Durch das schwarze Klavierlack und den drei unteren Acryl-Tasten strahlt der Koreaner eine gewisse Noblesse aus. Die Verarbeitungsqualität ist insgesamt nahezu ohne Fehl und Tadel gelungen, allerdings handelt es sich um einen reinen „Plastikbomber“, der dadurch nicht die Robustheit des Samsung M8800 Pixon hat. Dafür bringt das reine Plastikhandy aber auch nur 128 Gramm auf die Waage. Für ein PDA-Phone ein ziemlich geringes Gewicht.

Ausstattung

Der Komfort ist in vielen Bereichen nahezu identisch mit dem Samsung M8800. So verfügt auch das KC910 über eine opulent ausgestattete 8-Megapixel-Kamera, die in Zusammenarbeit mit dem Spezialisten Schneider-Kreuznach entwickelt wurde. Insgesamt ist der Koreaner ebenfalls ein Multimedia-Spezialist, denn ein Business-Smartphone. Im Gegensatz zum Pixon verfügt das KC910 aber nicht nur über UMTS/HSDPA und Stereo-Bluetooth, sondern auch über eine nützliche W-LAN-Schnittstelle. Beim Thema Speicherplatz ist LG außerdem deutlich generöser. Die internen, rund 50 MB sind zwar nicht so beeindruckend, doch dafür löst eine beigelegte 4 GB microSD-Karte vorerst etwaige Speicherprobleme. Neben dem Standardkomfort bietet das Renoir noch einige Feinheiten. Dazu gehört ein Bewegungssensor zum Zocken von Games. Mit Hilfe des Jogging-Partner-Programms werden zudem Laufstrecken aufgezeichnet, was für das individuelle Training sehr nützlich ist. Mit Features wie TV-Out und DivX-Player können außerdem Filme in einer sehenswerten Qualität auf den Fernseher gebracht werden. Zwar wird das KC910 auch mit Navigation in Verbindung gebracht, allerdings ist der Touch-PDA quasi nur „GPS-Ready“, denn erst wenn man die entsprechende Software drauf gespielt hat ist Routenführung möglich.

Handhabung

Auch das KC910 bietet nicht die flotte und intuitive Touchscreen-Bedienung eines iPhones. So funktioniert das Blättern in Listen wie beispielsweise im Adressbuch nicht immer einwandfrei, da man regelmäßig bei einem Kontakt hängen bleibt, anstatt weiter zu blättern. Das KC910 lässt sich zudem stellenweise nicht optimal allein mit Fingern bedienen, obwohl die Größe des Displays es eigentlich ermöglicht hätte. Ss gibt aber auch viele gute positive Aspekte. Dazu gehört die QWERTZ-Tastatur, die sich gut mit den Fingern bedienen lässt und dank T9 Schreibhilfe stets sinnvolle Wörter anbietet. Auch die Strukturierung der Menüebenen ist kundenfreundlich gelöst.

Ausdauer/Sprachqualität

Für ein gestandenes Touchscreen-Handy hat das KC910 ein sehr gutes Stehvermögen. Auch Vieltelefonierer können bis zu fünf Tage am Stück mit dem Renoir arbeiten. Die Sprachqualität enttäuscht hingegen. Auffällig dumpf und metallisch kommen die Stimmen rüber, wobei Nebengeräusche keine Seltenheit sind.

Fazit

LG kann mittlerweile auf eine lange Touchscreen-Tradition zurückblicken und verbessert sich auch stetig in dieser trendigen Disziplin. Die spielerische Leichtigkeit eines iPhones bietet aber auch das Renoir nicht. Die Kameraqualität kann außerdem nicht komplett überzeugen, denn bei schummrigem Licht schwächelt die hochgezüchtete Kamera bereits.

tarifecheck.de / UR

Stand 22.01.2009
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