TarifeCheck

Testbericht zum Nokia 6500 slide

Design/Verarbeitung:

Das Nokia 6500 gibt es sogar in zwei Varianten: als Classic- oder Slide-Version, wobei sich beide Modelle in vielfacher Hinsicht unterscheiden. Das fängt bereits beim Format an, denn ein mächtiger Brocken ist er ja schon, der ansonsten schicke, silberne Slider der Finnen. Die satten 123 Gramm machen sich in der Hosentasche mehr oder weniger deutlich bemerkbar. Allerdings ist die hochwertige gebürstete Metallaußenhaut eben schwerer als die vielen Plastikbomber, die den Markt dominieren. Die Verarbeitung ist allein deshalb bereits als hochwertig zu bezeichnen, aber auch die Tasten machen keinen müden Eindruck.

Ausstattung

Selbstbewusst prangt auf der Rückseite der Name Carl Zeiss. Der Name bürgt für erstklassige Kameraoptik und kam bislang nur in der teuren N-Serie zum Einsatz. Dort allerdings bei den Topgeräten N95 bzw. N82 mit satten 5 Megapixeln. Ganz so viele Pixel sind es beim Edel-Slider zwar nicht, aber die 3,2 Megapixel leisten ebenfalls gute Dienste. Zusätzlich bringt ein LED-Doppelblitz Licht ins Dunkle. Die Farbwiedergabe ist außerdem realistisch und nicht künstlich verfärbt wie bei so manchen Konkurrenten. Satte 640 x 480 Pixel bietet die Videokamera und stellt sich damit auf eine Stufe mit den teureren Brüdern aus der N-Serie. Der gut klingende Musikplayer kann standardmäßig via microSD-Karte mit 256 MB gefüttert werden, lässt sich aber auch auf bis zu 4 GB aufrüsten. Schön, dass die Bluetooth-Schnittstelle neben dem SIM Access Profil auch das Lauschen per Stereo Klang zulässt. Fun verspricht auch das integrierte RDS Radio, wobei das Headset als Antenne angeschlossen sein muss. Dabei lässt sich die Musik aber auch via Freisprecher hören, der mit sattem Klang überzeugt. Neben der weltweiten Erreichbarkeit via Quadband beherrscht der stabile Slider auch das Netz der dritten Generation, wobei aber erstaunlicherweise auf HSDPA verzichtet wurde. Dennoch stellt das 6500 slide via Opera Browser flüssig und schnell alle „richtigen“ Internetseiten dar. Der übersichtliche Kalender und der große Kontaktspeicher adeln den Schlitten beinahe zum mobilen Geschäftsmann, wenn nicht der abgespeckte E-Mail-Client einen Strich durch die Rechnung machen würde. Abrufen von größeren Anhängen negiert der Silberling dauerhaft.

Handhabung

Das Serie40 Device überzeugt mit gekonnter Menüführung und einfacher Handhabung. Alles kann personalisiert und verändert werden, so dass jeder auf seine Kosten kommt. Zusätzliche Vereinfachung erhält der Käufer durch die gut funktionierende Sprachwahl bzw. –steuerung, die auch ohne vorheriges Erlernen von statten geht. Noch einfacher geht aber alles von der Hand, wenn die Funktion „Active Standby“ genutzt wird. Da lassen sich fast alle Menüpunkte direkt vom Startbildschirm weg gruppieren und aufrufen. Prima gelungen ist auch die Tastatur, die aufgrund der Slider-Technologie ausreichend dimensioniert ist.

Ausdauer/Sprachqualität

Die Akkuleitung ist mäßig bis enttäuschend. Mehr als drei Tage sind im UMTS-Betrieb nicht drinnen. Zu guter Letzt bekleckert sich der schicke Slider auch im Kapitel Sprachqualität nicht gerade mit Ruhm. Etwas dumpf und dunkel waren die Gesprächspartner zu hören. Zum Glück trat nicht das berüchtigte GSM-Zirpen oder andere Hintergrundgeräusche auf, die viele Telefonenthusiasten zur Weißglut treibt.

Fazit

Das 6500 Slide kann zwar eine Menge und schießt Schnappschüsse auf hohem Niveau, doch das kann nicht über die eher mäßige technische Performance hinwegtäuschen.

tarifecheck.de / UR

Stand 10.10.2008
Handytarife Preisvergleich

Handytarife im Preisvergleich

Den passenden Handytarif zum Handy gibt's in unserer Übersicht.
Zu den Handytarifen