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Testbericht zum Nokia 6555

Design/Verarbeitung:

Preiswerte UMTS-Funker waren bei den Finnen bislang eher Mangelware. Das 6555 könnte diese Lücke endlich schließen. Elegant, schlicht und seriös – das sind die typischen Kennzeichen von Nokias Business-Linie. Das 6555 fügt sich geradezu vorbildlich in dieses Klischee, wobei der in mehrere Farben erhältliche Klapper durch den geschwungenen Korpus sehr schnittig daherkommt. 100% Hartplastik umschließen das technische Innenleben, was ein erstes Indiz für den relativ günstigen Preis ist. Der Finne mit dem großen Außendisplay ist aber dennoch hart im nehmen, denn selbst größere Kraftanstrengungen am Gehäuse steckt das 6555 ohne größere Knarzgeräusche weg.

Ausstattung

Wo der Rotstift angesetzt wurde, um beim UMTS-Funker den Preis zu drücken, wird dem Besitzer sofort klar, sobald er den Karton öffnet. Denn abgesehen von den Basics gibt es keinerlei Extras: kein Headset, kein USB-Kabel oder eine microSD-Karte. Wer die internen 25 MB aufgebraucht hat, muss somit nochmals investieren. Weitere klaffende Lücken: Videotelefonate sind trotz UMTS-Unterstützung nicht möglich, HSDPA, Radio sowie eine Sync-Software zum PC-Datenabgleich fehlen ebenfalls. Wer mit diesen Manko leben kann, darf sich ansonsten über zeitgemäßes Multimedia/Business-Programm freuen, das die wesentlichen Bereiche ordentlich abdeckt. Von der 1,3-Megapixel-Kamera sollte man allerdings keine Wunderdinge erwarten.

Handhabung

Fast schon aufdringlich schnörkellos präsentiert sich das Tastaturlayout, was aber der Übersicht und Handhabung nur förderlich ist. Alle Buttons sind zudem ausreichend groß und arbeiteten präzise. Das bewährte Betriebssystem Series40 und schnelle Reaktionszeiten komplettieren das stimmige Gesamtergebnis.

Ausdauer/Sprachqualität

Ein Akku-Marathonläufer ist das 6555 leider nicht, denn bei moderater Nutzung geht dem Finnen im Schnitt bereits nach vier Tagen bereits die Luft aus. Im GSM-Modus hängt das 6555 immerhin noch zwei Tage dran. Gespräche werden hin und wieder von einer gedämpften Stimmwiedergabe leicht getrübt. Unter dem Strich klappt die Verständigung aber.

Fazit

229 Euro sind für ein ordentlich ausgestattetes UMTS-Handy sicherlich ein verlockendes Angebot, doch wer die Features nutzen möchte, muss nochmals in reichlich Zubehör investieren. Insofern relativiert sich der Preis stark.

tarifecheck.de / UR

Stand 24.09.2008
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