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Mittwoch, 15. April 2015

Prepaid-Handy oder Vertrag - ein Vergleich

Bei der Mobilfunktarifewahl gibt es die grundsätzliche Frage zu klären: Prepaid oder Vertrag? Welche Vor- und Nachteile die beiden Tarifvarianten jeweils bieten haben wir in einem kurzen Artikel zusammengefasst.

Prepaid oder Vertrag
Prepaid oder Vertrag
Bildquelle: FirmBee (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Für die meisten wird es keine große Überraschung sein. Das Handy hat das Festnetztelefon längst überholt (vgl. Statistische Bundesamt in Wiesbaden). Demnach nutzten 93 Prozent der bundesdeutschen Haushalte bereits zu Beginn des Jahres 2013 mindestens ein Mobiltelefon. Mit einem Festnetztelefon waren dagegen nur 90 Prozent der Haushalte ausgestattet. Dabei kommt es bei der Auswahl eines neuen Handys nicht nur auf das Modell des Telefons an. Nutzer stehen zunächst vor der Entscheidung, ob sie einen Vertrag mit fester Laufzeit wählen oder ein Prepaid-Handy. Neuere Umfragen ergaben, dass Anbieter von Prepaid-Karten derzeit deutlich zufriedenere Kunden haben als herkömmliche Telefonunternehmen. Doch für wen ist ein Prepaid-Handy wirklich geeignet und wer greift besser auf einen herkömmlichen Mobilfunkvertrag zurück? Dieser Frage gehen wir hier einmal nach.

Was macht ein Prepaid-Handy eigentlich aus?

Der Name „Prepaid“ deutet bereits auf das wesentliche Merkmal dieses Modells hin. Denn hier erwerben Nutzer zuerst ein Guthaben, das sie anschließend für das Telefonieren, Surfen oder Verschicken von SMS nutzen. Sie bezahlen also im Voraus. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu einem festen Vertrag, bei dem Kunden jeweils am Ende eines Monats eine Rechnung über einen Betrag bekommen, der dann abschließend von ihrem Konto abgebucht wird. Das Telefonieren mit Prepaid-Handys zeichnet sich vor allem durch folgende Eigenschaften aus:

  • Das Guthaben wird auf eine spezielle SIM-Karte geladen. Dies kann durch Karten geschehen, die im Supermarkt oder an Tankstellen erhältlich sind. Alternativ ist auch eine Aufladung im Internet möglich.
  • Mit Prepaid-Karten zusammen wurden lange vor allem ältere Handymodelle angeboten. Kunden haben mittlerweile aber auch die Möglichkeit, aktuelle und leistungsstarke Modelle zu wählen.
  • Das Telefon wird hier nicht über einen Vertrag mitfinanziert, sondern „dazugekauft“. Teilweise besteht allerdings die Möglichkeit, Prepaid-Handys über einen längeren Zeitraum zu finanzieren.
  • Prepaid-Handys sind in der Regel mit einer SIM-Lock ausgestattet. Diese soll dafür sorgen soll, dass das jeweilige Gerät nur mit der jeweiligen SIM-Karte verwendbar ist beziehungsweise sich Kunden nur im Netz des jeweiligen Anbieters bewegen können. Wer diese Sperre aufheben lassen möchte, muss eine Gebühr bezahlen.

Mittlerweile ist die Bandbreite an Prepaid-Angeboten auf dem Markt sehr groß. Das betrifft nicht nur die Handymodelle. Es gibt auch schon die Möglichkeit, ab einem monatlichen Mindestguthaben Flatrates zu genießen. Dieses Modell nähert sich allerdings dem klassischen Handyvertrag mit fester Laufzeit wieder an. Zudem werden die Angebote auch immer günstiger.

Welche Vorteile bringen die einzelnen Alternativen mit sich?

Handyverträge bieten oft attraktive Konditionen
Handyverträge bieten oft attraktive Konditionen
Bildquelle: delphinmedia (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Sowohl Prepaid-Handys als auch feste Verträge haben Vor- und Nachteile. Entscheidend bei der Auswahl ist vor allem das Nutzerverhalten. So sprechen die folgenden Punkte für Prepaid-Handys:

  • [+] Besitzer haben im Regelfall die volle Kostenkontrolle. Sie können nur das Guthaben nutzen, das sie aufgeladen haben. Eine Grundgebühr wird in der Regel ebenfalls nicht fällig.
  • [+] Dennoch sind die Nutzer eines Prepaid-Handys auch nach Ablauf des Guthabens erreichbar für ankommende Anrufe und SMS.
  • [+] Wer mit einem alten Handymodell vorliebnimmt, zahlt auch für die Anschaffung wenig.
  • [+] Ein Wechsel ist leicht zu bewerkstelligen – ganz ohne Kündigungsfristen und Mehrkosten
  • [+]Eine Schufa-Kontrolle ist für die Anschaffung eines Prepaid-Handys im Regelfall nicht notwendig. Schließlich zahlen Nutzer hier im Voraus. Damit müssen Interessenten keine Angst vor einer negativen Bonitätsprüfung haben.

Trotz der wachsenden Beliebtheit von Prepaid-Modellen sind feste Handyverträge nach wie vor verbreitet in Deutschland. Auch sie bringen Vorteile mit sich, vor allem für Vieltelefonierer:

  • [+] Nutzer profitieren heute in der Regel von verschiedenen Flatrates. Damit müssen sie sich deutlich weniger Gedanken über die Kosten machen als früher.
  • [+] Das umständliche Aufladen entfällt.
  • [+] Je nach Vertrag genießen Nutzer sehr günstige Minutenpreisen.
  • [+] Zusatzdienste sind in der Regel unbegrenzt verfügbar.
  • [+] Das jeweilige Handymodell ist subventioniert. Das bedeutet,

Kunden müssen nicht gleich ein paar Hundert Euro bezahlen, um in den Genuss eines brandneuen Smartphones zu kommen.

Wie sieht es mit den Nachteilen aus?

Von den Vorteilen der einzelnen Varianten lässt sich auch schon auf ihre Nachteile schließen. Diese sind bei Prepaid-Karten vor allem folgende:

  • [-] In Kombination mit einer Prepaid-Karte sind moderne Smartphone-Modelle eine teure Anschaffung, da sie nicht über einen Vertrag finanziert werden.
  • [-] Das Aufladen kann umständlich sein und verlangt ein gewisses Maß an Voraussicht. Sonst kann es passieren, dass Nutzer, die dringend einen Anruf tätigen müssen, plötzlich ohne Guthaben dastehen.
  • [-] Zusatzdienste sind häufig nur eingeschränkt verfügbar, ebenso wie Flatrates
  • [-] Die Minutenpreise können teurer ausfallen als bei einem Handyvertrag.

Wer sich für einen Vertrag mit fester Laufzeit entscheidet, muss dagegen vor allem mit den folgenden Nachteilen leben:

  • [-] Er ist über eine feste Laufzeit gebunden. Eine vorherige Kündigung und ein Wechsel in einen günstigeren Vertrag eines anderen Anbieters sind nur schwer beziehungsweise gar nicht möglich.
  • [-] Trotz Flatrates ist die Kostenkontrolle bei einem herkömmlichen Handyvertrag nur eingeschränkt gegeben. Wer nicht aufpasst, kann vor allem nach einer Auslandsreise am Ende des Monats eine böse Überraschung erleben.
  • [-] Die monatliche Grundgebühr wird in jedem Fall fällig, unabhängig von der Nutzung
  • [-] Für den Abschluss eines solchen Handyvertrags ist eine Bonitätsprüfung in der Regel unverzichtbar. Personen mit einem Schufa-Eintrag wird der gewünschte Vertrag schnell verweigert.

Die Entscheidung hängt vom persönlichen Verhalten ab

Ausschlaggebend dafür, welches Modell für einen Handynutzer mehr Vorteile hat, ist das persönliche Verhalten. So gelten Handyverträge über eine feste Laufzeit immer noch als potenziell vorteilhafter für Vieltelefonierer. Diese können hier diverse Flatrates abschließen und müssen nicht regelmäßig ihr Guthaben neu aufladen. Wer sein Smartphone nicht ständig nutzt und auch nicht unbedingt das teuerste Handymodell besitzen möchte, kommt dagegen mit einem Prepaid-Handy unter Umständen besser weg. Denn hier hat er die volle Kostenkontrolle und kann sich beschränken, wenn es einmal knapp mit dem Geld ist. Erreichbar bleibt er trotzdem. Außerdem stellt ein Prepaid-Handy oft die einzige Alternative für Personen mit einem Schufa-Eintrag dar.

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